In vielen Betrieben bewertet heute eine Maschine vor, und ein Mensch entscheidet formal. Ob er die Empfehlung prüft, hängt an den Kosten der Prüfung und an dem, was er über die Güte der Maschine zu wissen glaubt. Dieser Simulator rechnet das durch. Sie bauen eine Kette aus Prüfstellen, besetzt mit Mensch oder Maschine, und sehen den erwarteten Ertrag, die Durchlaufzeit im Handlungsfenster und die Stelle, deren Verbesserung am meisten bringt.
An der Übergabestelle entscheidet sich, wo die reale Autorität liegt. Eine Freigabe lohnt die Nachprüfung, solange die Prüfkosten unter dem vermiedenen Schaden liegen. Eine Ablehnung lohnt sie, solange sie unter dem entgangenen Ertrag liegen. Die zweite Schwelle bricht meist zuerst ein. Dann werden Ablehnungen nicht mehr geprüft, und über genau diese Fehlerrichtung lernt die Organisation nichts.
Gerechnet wird mit dem offengelegten Rechenkern zum PPI Working Paper 09/2026 „Die Delegationsgrenze" (Fassung 0.1.0, DOI 10.5281/zenodo.23336889). Jedes Eingabefeld zeigt den Belegstand aus dem Parameterregister des Papiers. Die Rechnung ist regelbasiert und nachprüfbar. Sie trifft keine Aussage über einen bestimmten Betrieb, sondern zeigt, was unter den Annahmen des Modells folgt.