Das House of Quality übersetzt, was der Kunde will, in das, was gemessen und konstruiert werden kann. Der Rechenkern ist einfach und wird trotzdem selten sauber gezogen: Die technische Bedeutung eines Merkmals ist die Summe aus Kundengewicht mal Beziehungsstärke. Was eine Vorlage nicht leistet, steht in Abschnitt 5: nicht adressierte Anforderungen, Merkmale ohne Beitrag, Zielkonflikte aus dem Dach und Stellen, an denen der Wettbewerb bei einer wichtigen Anforderung vorn liegt.
Was der Kunde verlangt, in seiner Sprache. Gewicht 1 bis 5. Die beiden Bewertungsspalten sind freiwillig: 1 bis 5 für das eigene Angebot und für den stärksten Wettbewerber, 0 heißt „nicht bewertet“.
Messbare Merkmale des Produkts, in Ihrer Sprache. Die Richtung sagt, wohin besser zeigt: größer, kleiner oder auf einen Zielwert.
Wie stark zahlt ein Merkmal auf eine Anforderung ein? Ein Klick schaltet weiter: leer → 1 schwach → 3 mittel → 9 stark → leer. Die Sprünge 1 / 3 / 9 sind Absicht: Sie sollen starke Beziehungen deutlich hervortreten lassen.
Wie wirken zwei Merkmale aufeinander? Ein Klick schaltet weiter: leer → ++ stark fördernd → + fördernd → − hemmend → −− stark hemmend → leer. Hemmende Paare sind die Zielkonflikte, um die es später geht.
Quelle. Quality Function Deployment und das House of Quality gehen auf Yoji Akao zurück (Quality Function Deployment: Integrating Customer Requirements into Product Design, Productivity Press 1990); die westliche Verbreitung prägte der Aufsatz von John R. Hauser und Don Clausing, The House of Quality, Harvard Business Review, Mai 1988. Die Bewertungsstufen 1, 3 und 9 sind dort ebenso üblich wie die Dachmatrix. Die Methode ist Gemeingut. Grenze. Das Werkzeug rechnet Gewichte und Beziehungen aus, es prüft nicht, ob die Anforderungen die richtigen sind. Ein House of Quality über falsch erhobene Kundenanforderungen ist eine sauber gerechnete Fehlleistung.