Eine Nutzwertanalyse ist so belastbar wie ihre Gewichte. Deshalb steht hier neben dem Ergebnis, wie stabil es ist: Wie weit müsste ein einzelnes Gewicht verschoben werden, damit ein anderer gewinnt? Liegt dieser Kipppunkt nah, ist die Rechnung keine Entscheidung, sondern eine Vorauswahl. Muss-Kriterien wirken vor der Punkterechnung — wer eine Mindestanforderung reißt, scheidet aus, unabhängig von seiner Summe.
Kriterien und Alternativen
Gewichte in Prozent, Bewertungen von 1 (schlecht) bis 10 (sehr gut). Ein Kriterium mit M ist ein Muss — daneben steht die Mindestpunktzahl.
Wie belastbar ist das Ergebnis?
Der Rang allein sagt wenig. Die Frage ist, wie viel sich ändern müsste, damit er kippt.
Die Punktskala 1–10 ist ordinal gemeint, wird hier aber wie eine metrische Skala verrechnet — das ist die bekannte Schwäche des Verfahrens und der Grund, warum Zehntelpunkte keine Aussage haben. Ebenso wird unterstellt, dass Kriterien voneinander unabhängig sind; wo sie das nicht sind, zählt derselbe Sachverhalt doppelt. Die Nutzwertanalyse ersetzt kein Urteil, sie macht es nachvollziehbar: Sie zwingt dazu, Gewichte offenzulegen, statt sie im Bauchgefühl zu belassen.