PPI
Platvoet Performance Intelligence Strategic Consulting Tools
Three Horizons Framework
Verorten Sie Ihre Initiativen, Produkte und Investitionen in den drei Zeithorizonten. H1 sichert das Kerngeschäft, H2 entwickelt aufkommende Chancen, H3 erkundet transformative Optionen für die Zukunft.
H1 · Kern
H2 · Wachstum
H3 · Vision
H1 · KERN H2 · WACHSTUM H3 · VISION 0–2 Jahre 2–5 Jahre 5+ Jahre Wert
0
Initiativen gesamt
0
H1 Kern
0
H2 Wachstum
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H3 Vision
Portfolio-Balance
H1
Kerngeschäft
Optimieren & Schützen
0 – 2 Jahre
⚙ Kernprodukte & -services
📈 Effizienz & Optimierung
🛡 Risiken & Abhängigkeiten
H2
Wachstum
Entwickeln & Skalieren
2 – 5 Jahre
🌱 Neue Geschäftsmodelle
🔬 Piloten & Experimente
🤝 Partnerschaften & M&A
H3
Transformation
Erkunden & Visionieren
5+ Jahre
🚀 Disruptive Technologien
🌍 Neue Märkte & Segmente
💭 Optionen & Wetten

📋 Portfolio-Bewertung & Spannungsfelder

🔍 Priorisierung & nächste Schritte

Hilfe & Anleitung
Three Horizons Framework
📋
Was ist dieses Tool?

Das Three Horizons Framework (McKinsey, 1999 – Baghai, Coley, White) ist ein Werkzeug zur strategischen Portfolioplanung. Es hilft, Initiativen und Investitionen gleichzeitig in drei Zeithorizonten zu denken und zu balancieren.

Ziel ist nicht, zwischen den Horizonten zu wählen – sondern alle drei parallel zu managen, da sie unterschiedliche Managementlogiken erfordern.

🎯
Wann einsetzen?

Ideal für strategische Portfolioreviews, Investitionsplanung, Innovationsstrategie und Transformationsroadmaps – besonders im SPM- und IIoT/AIoT-Kontext.

PPI-Empfehlung: Kombinieren Sie dieses Tool mit dem Reifegradcheck – H1-Initiativen sollten bereits hohe Reife zeigen, H3-Initiativen dürfen explorativ bleiben.
Portfolio-Balance

Der Balkenindikator oben zeigt die Verteilung Ihrer Initiativen. Eine typische Orientierung laut McKinsey: 70 % H1 – 20 % H2 – 10 % H3. Je nach Branchendynamik kann diese Verteilung stark abweichen.

Schritt-für-Schritt
1
Kontext definieren: Geben Sie oben Organisation, Themenbereich und Bezugsjahr ein – das schärft den Fokus des Canvas.
2
Bestandsaufnahme H1: Listen Sie alle laufenden Kern-Initiativen auf. Was generiert heute den größten Wert? Was muss geschützt und optimiert werden?
3
Wachstumspfade H2: Welche Piloten und neuen Geschäftsmodelle sind in Entwicklung? Wo brauchen Sie Partnerschaften oder gezielte Akquisitionen?
4
Zukunftsoptionen H3: Was sind Ihre strategischen Wetten auf 5+ Jahre? Welche disruptiven Technologien oder Märkte beobachten Sie?
5
Balance prüfen: Prüfen Sie den Indikator oben. Sind zu viele Ressourcen in H1 gebunden? Gibt es blinde Flecken in H3?
6
Spannungen dokumentieren: Nutzen Sie die Notizfelder, um Konflikte, Priorisierungen und Verantwortlichkeiten festzuhalten.
Bedienung

Drücken Sie Enter im Eingabefeld, um eine Initiative sofort hinzuzufügen. Klicken Sie auf × an einem Tag zum Entfernen. Alles wird automatisch gespeichert.

1️⃣
H1 · Kerngeschäft (0–2 Jahre)
H1
Ziel: Das bestehende Kerngeschäft verteidigen, optimieren und profitabel halten. Hier liegt der größte Umsatz und das höchste Risiko bei Vernachlässigung.

Typische H1-Aktivitäten: Prozessoptimierung, Kundenbindung, Kostenreduktion, Qualitätssicherung, Compliance. Managementlogik: Effizienz und Execution.

Falle: H1 „frisst" H2 und H3. Ressourcen und Aufmerksamkeit konzentrieren sich auf das Bestehende – auf Kosten der Zukunft.
2️⃣
H2 · Wachstum (2–5 Jahre)
H2
Ziel: Aufkommende Chancen entwickeln und zur Marktreife bringen. H2 braucht Investitionen, bevor der Ertrag sichtbar wird.

Typische H2-Aktivitäten: Pilotprojekte, neue Produktlinien, Markteintritt in angrenzende Segmente, strategische Partnerschaften, gezielte Akquisitionen. Managementlogik: Wachstum und Skalierung.

3️⃣
H3 · Transformation (5+ Jahre)
H3
Ziel: Optionen auf zukünftige Wachstumsfelder aufbauen. H3 darf spekulativ und explorativ sein – hier werden strategische Wetten platziert.

Typische H3-Aktivitäten: F&E, Startup-Beteiligungen, Technologie-Scouting, Ökosystem-Experimente, disruptive Geschäftsmodellentwicklung. Managementlogik: Entdeckung und Optionalität.

Wichtig: H3-Initiativen sollten mit anderen Metriken gemessen werden als H1. Nicht Umsatz, sondern Lerngeschwindigkeit und strategische Optionen zählen.
Häufige Fehler
!
H1-Bias: Fast alles landet in H1. Das Framework verliert seinen Wert, wenn H2 und H3 leer bleiben. Erzwingen Sie bewusst Einträge in allen Horizonten.
!
Falsche Zeithorizonte: Ein 3-Jahres-Projekt ist nicht automatisch H2. Der Horizont bestimmt sich durch den Reifegrad der Initiative, nicht allein durch Zeit.
!
Statisches Dokument: Das Framework ist eine lebende Strategie. Überprüfen Sie es quartalsweise – Initiativen „wandern" von H3 zu H2 zu H1.
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Best Practices

Separate Budgets: H1, H2 und H3 brauchen getrennte Budgetlogiken. H3-Projekte sollten nicht an H1-ROI-Erwartungen gemessen werden.

Migration beobachten: Erfolgreiche H3-Ideen werden zu H2-Piloten und schließlich zu H1-Kernangeboten. Dieser Übergang muss aktiv gemanagt werden.

Im SPM-Kontext: Verknüpfen Sie jeden Horizont mit Ihrem Strategieportfolio – welche Programme treiben welchen Horizont? Das schärft die Ressourcenzuteilung erheblich.
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Quelle

Baghai, M., Coley, S., White, D. (1999). The Alchemy of Growth. McKinsey & Company / Perseus Books.