Das Three Horizons Framework (McKinsey, 1999 – Baghai, Coley, White) ist ein Werkzeug zur strategischen Portfolioplanung. Es hilft, Initiativen und Investitionen gleichzeitig in drei Zeithorizonten zu denken und zu balancieren.
Ziel ist nicht, zwischen den Horizonten zu wählen – sondern alle drei parallel zu managen, da sie unterschiedliche Managementlogiken erfordern.
Ideal für strategische Portfolioreviews, Investitionsplanung, Innovationsstrategie und Transformationsroadmaps – besonders im SPM- und IIoT/AIoT-Kontext.
Der Balkenindikator oben zeigt die Verteilung Ihrer Initiativen. Eine typische Orientierung laut McKinsey: 70 % H1 – 20 % H2 – 10 % H3. Je nach Branchendynamik kann diese Verteilung stark abweichen.
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Typische H1-Aktivitäten: Prozessoptimierung, Kundenbindung, Kostenreduktion, Qualitätssicherung, Compliance. Managementlogik: Effizienz und Execution.
Typische H2-Aktivitäten: Pilotprojekte, neue Produktlinien, Markteintritt in angrenzende Segmente, strategische Partnerschaften, gezielte Akquisitionen. Managementlogik: Wachstum und Skalierung.
Typische H3-Aktivitäten: F&E, Startup-Beteiligungen, Technologie-Scouting, Ökosystem-Experimente, disruptive Geschäftsmodellentwicklung. Managementlogik: Entdeckung und Optionalität.
Separate Budgets: H1, H2 und H3 brauchen getrennte Budgetlogiken. H3-Projekte sollten nicht an H1-ROI-Erwartungen gemessen werden.
Migration beobachten: Erfolgreiche H3-Ideen werden zu H2-Piloten und schließlich zu H1-Kernangeboten. Dieser Übergang muss aktiv gemanagt werden.
Baghai, M., Coley, S., White, D. (1999). The Alchemy of Growth. McKinsey & Company / Perseus Books.