„Ideen für die Zukunft der Logistik" ist ein Suchfeld. Eine Aufgabe nennt Gegenstand, Randbedingung und Maßstab, an dem ein guter Beitrag erkennbar ist. Je enger die Aufgabe, desto brauchbarer die Beiträge.
Wissensvielfalt schlägt Fachroutine. Wer nur intern fragt, bekommt, was intern ohnehin gedacht wird. Und wer anonym fragt, bekommt weniger Beiträge, sofern er nicht als Marke bereits bekannt ist.
Zu kurz, und es kommt nichts Durchdachtes. Zu lang, und der Anlass ist vergessen. Der dritte Termin ist der wichtigste: Wer keine Rückmeldung zusagt, bekommt beim zweiten Wettbewerb keine Beiträge mehr.
Die Kriterien gehören in die Ausschreibung. Sie sind der einzige Hebel, mit dem sich die Richtung der Beiträge steuern lässt, und sie schützen die Auswahl später gegen den Vorwurf, sie sei Geschmackssache gewesen. Gewichte in Prozent, Summe 100.
Eine reine Geldprämie erhöht die Zahl der Beiträge, nicht ihre Güte. Wer gute Beiträge will, stellt daneben etwas in Aussicht, das mit der Sache zu tun hat: Mitarbeit an der Umsetzung, Sichtbarkeit, ein frühes Gerät.
Wer das offenlässt, bekommt entweder keine guten Beiträge oder später Streit. Die Regel gehört in die Ausschreibung, in einem Satz, den ein Nichtjurist versteht.
Umfang, Form und Adresse. Alles, was mehr verlangt als eine Seite und eine Skizze, kostet Beiträge.
Wo das herkommt. Der Aufbau folgt den Befunden der Forschung zu Ideenwettbewerben und Toolkits: Piller und Walcher, Toolkits for idea competitions, R&D Management 36 (2006) 3. Zur Suchdistanz und zur Offenlegung des Suchenden: Pollok, Lüttgens und Piller, Research Policy 48 (2019) 1. Zur Grenze monetärer Anreize: Ihl, Vossen und Piller, International Journal of Innovation Management 23 (2019) 2. Zur Wissensvielfalt: Pollok und andere, Research Policy 50 (2021) 4.