Der Fragebogen kommt, nicht das Gesetz
KI-Verordnung, NIS2, Lieferkettengesetz und der freiwillige Nachhaltigkeitsstandard haben fachlich nichts miteinander zu tun. Wirtschaftlich sind sie derselbe Vorgang: Jedes dieser Gesetze verpflichtet ein großes Unternehmen, und jedes große Unternehmen gibt seine Pflicht im Vertrag an seine Lieferanten weiter. Beim Mittelständler kommt deshalb kein Gesetzestext an, sondern eine Selbstauskunft mit Rückgabefrist.
Vier Zeilen, die dieselbe Zeile sind
Keines der vier Gesetze verpflichtet den Mittelstand unmittelbar. Alle vier wirken über den Vertrag mit dem Kunden.
| Verpflichtet ist | Was er weitergeben muss | Was bei Ihnen ankommt | Werkzeug |
|---|---|---|---|
| Anbieter oder Betreiber eines KI-Systems | Rolle und Klasse je System, Rollenwechsel nach Art. 25 KI-VO | „Welche KI setzen Sie ein, in welcher Klasse?" | AI-Act-Navigator |
| Unternehmen im Anwendungsbereich des LkSG | Sorgfaltspflichten der §§ 3 bis 10 LkSG | „Bitte füllen Sie unsere Lieferantenselbstauskunft aus." | Lieferketten-Nachweis |
| Besonders wichtige Einrichtung nach BSIG | Sicherheit der Lieferkette, § 30 Abs. 2 Nr. 4 BSIG | „Wie sichern Sie Ihre IT, und womit belegen Sie das?" | NIS2-Nachweis |
| Berichtspflichtiges Unternehmen (CSRD) | die Datenpunkte nach Anhang II des Voluntary Standard | „Wir brauchen Ihre ESG-Zahlen für unseren Bericht." | Freiwilliger Nachhaltigkeitsbericht |
Deshalb ist dies eine Lizenz und nicht vier. Kein Unternehmen bekommt nur einen dieser Fragebögen. Wer heute nach der IT-Sicherheit gefragt wird, bekommt vom selben Kunden im nächsten Quartal den ESG-Bogen.
Was kostenlos bleibt und was die Lizenz öffnet
Die Grenze verläuft in allen vier Werkzeugen an derselben Stelle: zwischen Einschätzung und Nachweis. Wer wissen will, ob und wie er betroffen ist, erfährt es ohne zu zahlen. Bezahlt wird der Beleg.
| Leistung | Kostenlos | Mit Lizenz |
|---|---|---|
| In allen vier Werkzeugen | ||
| Alle Angaben erfassen, mit Fundstelle im Gesetz je Feld | ✓ | ✓ |
| Berichtsentwurf am Bildschirm | ✓ | ✓ |
| Berichtsentwurf drucken | mit Wasserzeichen | ohne |
| Gespeicherte Datei wieder öffnen | ✓ | ✓ |
| Stand als Datei sichern und zur Wiedervorlage laden | – | ✓ |
| Pflege des Rechtsstands für die Laufzeit | – | ✓ |
| NIS2-, Lieferketten- und Nachhaltigkeits-Nachweis | ||
| Modus „Was ein Großkunde fragt" und Anhang-II-Modus | ✓ | ✓ |
| Je Angabe: Beleg, verantwortliche Stelle, Stand der Erhebung | – | ✓ |
| Nachweisliste, Angaben ohne Beleg farbig als Lücke ausgewiesen | – | ✓ |
| AI-Act-Navigator | ||
| Unternehmensprofil und Fallkatalog (18 Mittelstandsfälle) | ✓ | ✓ |
| Risikoklasse je Anwendungsfall, mit Begründung und Fundstelle | ✓ | ✓ |
| Übersichtsmatrix und Kennzahlen über alle Fälle | ✓ | ✓ |
| Zahl der Anwendungsfälle | bis 3 | unbegrenzt |
| Pflichtenkatalog im Volltext, jede Pflicht mit ihrem Artikel | – | ✓ |
| Nachweis je Pflicht: Beleg, verantwortliche Stelle, Stand | – | ✓ |
| Fristenplan: welcher Fall an welchem Stichtag hängt | – | ✓ |
| Querschnittspflichten (KI-Kompetenz, Rollenwechsel, Bußgeldrahmen) | – | ✓ |
Drei Stufen, vier Werkzeuge
Ein Schlüssel öffnet alle vier. Alle Preise gelten je Jahr, netto zuzüglich Umsatzsteuer. Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB.
Einzelplatz
- Alle vier Werkzeuge, voller Funktionsumfang
- Unbegrenzt viele Anwendungsfälle im Navigator
- 2 Geräte je Lizenz
- Rechtsstand-Pflege für 12 Monate
Firmenlizenz
- Alles aus Einzelplatz
- Bis zu 10 Nutzer
- Je Werkzeug eine Datei für das eigene Intranet, läuft ohne Internetzugang
- Offline-Schlüssel, keine Verbindung nach außen
- Rechtsstand-Pflege für 12 Monate
Konzern
- Alles aus Firmenlizenz
- Unbegrenzt viele interne Nutzer
- Eigenes Logo im Berichtskopf
- Auf Wunsch angepasster Fallkatalog
- Rechtsstand-Pflege für 12 Monate
Wofür Sie eigentlich zahlen
Zuerst das, was Sie nicht kaufen müssen. Für die Frage „sind wir betroffen?" gibt es kostenlose Werkzeuge, für den AI Act unter anderem einen Klassifizierungsassistenten des TÜV AI.Lab. Wenn das Ihre Frage ist, nehmen Sie ihn. Auch die Einstufung in diesen Werkzeugen bleibt aus demselben Grund kostenlos: Sie ist der Einstieg, nicht das Produkt.
Bezahlt wird für die Frage dahinter, und die ist anders geschnitten. Sie lautet nicht „gilt das für uns", sondern „womit belegen wir es, wenn jemand fragt". Aus einer Auskunft wird dann eine Akte. Dafür braucht es drei Dinge.
Erstens den Beleg neben der Antwort. Jede Angabe trägt in den Werkzeugen ihre Fundstelle im Gesetz. Mit Lizenz kommt neben die Antwort, worauf sie sich stützt: das regelnde Dokument, die verantwortliche Stelle, der Stand der Erhebung. Die Nachweisliste druckt das als Tabelle und markiert farbig, wo ein Beleg fehlt. Das ist der Unterschied zwischen „wir machen das" und „wir können das zeigen". Ob ein Beleg trägt, beurteilen die Werkzeuge nicht: Das bleibt Ihre Sache.
Zweitens einen Rechtsstand, der gepflegt wird. Regulatorik-Werkzeuge verfallen. Die KI-Verordnung ist im Juli 2026 durch den Digital Omnibus geändert worden: Fristen verschoben, neue Verbotstatbestände ergänzt. Beim Lieferkettengesetz hat das BAFA zum 01.10.2025 die Prüfung der Berichte eingestellt, die Berichtspflicht nach § 10 Abs. 2 LkSG gilt weiter. Ein Werkzeug, das solche Änderungen nicht kennt, gibt Ihnen ein falsches Datum und ein falsches Gefühl von Sicherheit. Der ausgewiesene Rechtsstand wird nachgeführt, solange Ihre Lizenz läuft. Das ist die Leistung, für die Sie jährlich zahlen, nicht die Software.
Drittens Ihre Daten im eigenen Haus. Die Werkzeuge rechnen vollständig in Ihrem Browser. Kein Konto, kein Server, der Ihre Angaben sieht, keine Übertragung. Mit der Firmenlizenz bekommen Sie zusätzlich je Werkzeug eine einzelne Datei, die Sie in Ihr Intranet legen und die auf einem Rechner ohne Internetzugang vollständig arbeitet. Das ist kein Nebenpunkt: Wer eine Risikoanalyse oder ein KI-Register führt, schreibt darin auf, wo im eigenen Haus etwas schieflaufen könnte. Solche Listen gehören nicht auf fremde Server.
Was häufig gefragt wird
Wir brauchen nur eines der vier Werkzeuge.
Der Preis gilt trotzdem, und er ist derselbe wie zuvor für den AI-Act-Navigator allein. Die anderen drei liegen bei, ob Sie sie heute brauchen oder nicht. Erfahrungsgemäß kommt der zweite Fragebogen vom selben Kunden.
Was passiert mit meinen Daten, wenn die Lizenz ausläuft?
Nichts. Ihre Daten liegen in Ihrem Browser und in Ihren gespeicherten Dateien, nicht bei mir. Das Öffnen einer gespeicherten Datei bleibt auch ohne Lizenz möglich, damit Sie nie von Ihren eigenen Daten ausgesperrt werden. Ohne Lizenz stehen wieder die kostenlosen Auswertungen zur Verfügung.
Müssen die Werkzeuge online sein?
Die Einzelplatzlizenz prüft ihren Schlüssel gelegentlich nach und arbeitet danach 14 Tage weiter, auch ohne Verbindung. Die Firmen- und Konzernlizenz arbeitet mit einem signierten Schlüssel und braucht überhaupt keine Verbindung.
Wir sind gar nicht unmittelbar verpflichtet.
Das ist der Regelfall und ändert nichts. Die Pflicht Ihres Kunden wird über den Vertrag zu Ihrer Pflicht. Der Lieferketten-Nachweis führt dafür eigens den Schalter „Nicht unmittelbar LkSG-pflichtig", und der Nachhaltigkeitsbericht ist von vornherein für Unternehmen gemacht, die nicht berichtspflichtig sind und trotzdem liefern müssen.
Wir haben mehr als zehn Nutzer, aber keinen Konzern.
Dann sprechen Sie mich an. Zwischen den Stufen liegt Spielraum, und ein Angebot ist schneller geschrieben als diese Seite umgebaut.
Wie bekomme ich den Schlüssel?
Nach Bestellung erhalten Sie Rechnung und Lizenzschlüssel per E-Mail. Den Schlüssel setzen Sie in einem der Werkzeuge oben rechts unter dem Schlosssymbol ein, danach sind alle vier offen. Es ist kein Konto und keine Anmeldung nötig.
Anbieter: Platvoet Performance Intelligence, Ralf Platvoet, Diplom-Ökonom. Preise netto zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer. Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer, ein Widerrufsrecht für Verbraucher besteht daher nicht. Es gelten die AGB (Lizenzbedingungen). Angaben zum Anbieter im Impressum, zur Verarbeitung personenbezogener Daten in der Datenschutzerklärung.