Ideen sind nicht das Problem
In den allermeisten mittelständischen Unternehmen fehlt es nicht an Ideen. Es fehlt die Stelle, an der entschieden wird, welche Idee welchen Weg nimmt. Und es fehlt der Mut, an dieser Stelle auch abzubrechen. Wo beides fehlt, entsteht kein Trichter, sondern eine Liste, die länger wird.
Der Weg, den eine Idee nimmt
Der Innovationsmotor bildet einen geschlossenen Kreislauf ab: von der Innovationslücke über Suchfelder und Ideensuche bis zur Markteinführung, und von dort über das Controlling zurück zur nächsten Lücke. Der entscheidende Unterschied zu einem Ideenkasten liegt in der Bewertung: Die Erstevaluierung entscheidet nicht über Ja oder Nein, sondern über den Weg.
Eine kleine Produktanpassung und der Einstieg in einen unbekannten Markt sind beides Innovationen, aber sie vertragen nicht denselben Prozess. Der eine erstickt an Bürokratie, der andere an ihrem Fehlen. Deshalb gibt es drei Wege statt einen.
| Innovationsklasse | Wie viel Neuland | Entscheidungspunkte | Wer entscheidet |
|---|---|---|---|
| Inkrementell | Anpassung des Bestehenden, kaum Unsicherheit | zwei | der Fachbereich |
| Progressiv | spürbares Risiko, aber kalkulierbar | drei | Bereichsleitung, spät die Geschäftsführung |
| Radikal | neues Verfahren, neuer Markt, neue Zielgruppe | fünf | die Geschäftsführung an jedem Punkt |
| Disruptiv | stellt das eigene Geschäft in Frage | bewusst offen | Gesellschafter, meist außerhalb der Linie |
Die Werkzeuge haben Sie schon
Auf platvoet.org liegen 60 Werkzeuge und 16 Selbsteinschätzungen, frei nutzbar. Der Innovationsmotor erfindet keines davon neu. Er bringt sie in eine Reihenfolge und hängt an jeden Prozessschritt die Werkzeuge, die dort tatsächlich helfen.
| Im Prozessschritt | Arbeiten Sie mit |
|---|---|
| Technologie- und Marktfrühaufklärung | PESTEL, Five Forces, Szenario-Matrix, die Radar-Suite |
| Innovationslücke beschreiben | Issue Tree, SCQA, Annahmen-Audit |
| Strategie und Suchfelder | SWOT mit TOWS, Ansoff-Matrix, Blue Ocean, Three Horizons |
| Ideensuche | Morphologischer Kasten, Value Proposition Canvas, Business Model Canvas |
| Erstevaluierung und Pfadzuweisung | Nutzwertanalyse, Risiko-Heatmap, Projekt-Stopp-Matrix |
| Business Case an den Gates | Investitionsrechnung, DCF und Marktwert, Kapitalkosten, Break-even |
| Entscheidungsvorlage | Minto-Pyramide, Stakeholder-Map |
| Markteinführung und Controlling | OKR, Balanced Scorecard, OEE-Rechner |
Alle diese Werkzeuge bleiben einzeln und kostenlos nutzbar, mit und ohne Lizenz. Der Motor verlinkt sie, er sperrt sie nicht ein. Wer in einem Werkzeug gearbeitet hat, kann das Ergebnis an den passenden Prozessschritt heften, damit es später wiederzufinden ist und nicht in einem Ordner verschwindet.
Was kostenlos bleibt und was die Lizenz öffnet
Die Grenze verläuft wie bei allen PPI-Werkzeugen zwischen Einschätzung und Nachweis. Den Innovationsprozess können Sie vollständig fahren, ohne zu zahlen: den ganzen Kreislauf, alle Pfade, alle Entscheidungspunkte.
| Leistung | Kostenlos | Mit Lizenz |
|---|---|---|
| Der Prozess | ||
| Kreislauf mit allen Pfaden und Entscheidungspunkten | ja | ja |
| Werkzeug-Landkarte, alle verlinkten Werkzeuge | ja | ja |
| Flughöhe, Innovationslücken, Suchfelder | ja | ja |
| Vorhaben anlegen, Pfad zuweisen, Innovationstrichter | ja | ja |
| Gate-Entscheidungen mit Protokoll | ja | ja |
| Prozesscontrolling über den Motor selbst | ja | ja |
| Sichern und Laden als Datei | ja | ja |
| Gemeinsam arbeiten | ||
| Geteilter Mandatsraum, mehrere Personen gleichzeitig | – | ja |
| Fünf Rollen: Moderation, Ideen-Hub, Fachbereich, Gate-Entscheidung, Beobachtung | – | ja |
| Unbegrenzt viele Personen im Raum | – | ja |
| Nachweis | ||
| Innovationscontrolling: Ist gegen Business Case | – | ja |
| Amortisation je Vorhaben, Plan gegen Ist | – | ja |
| Auslieferung | ||
| Einzeldatei für das eigene Netz, ohne Server, ohne Internet | – | ja |
Eine Stufe, ein Preis
Der Innovationsmotor ist ein Werkzeug für ein Team, nicht für einen Schreibtisch. Deshalb gibt es zunächst nur die Firmenlizenz. Den Preis nenne ich im Angebot, er gilt je Jahr, netto zuzüglich Umsatzsteuer. Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB.
Firmenlizenz
- Geteilter Mandatsraum auf einem Server in Deutschland
- Unbegrenzt viele Personen im Raum, fünf Rollen
- Innovationscontrolling: Ist gegen Business Case
- Einzeldatei für das eigene Netz, läuft ohne Internetzugang
- Offline-Schlüssel, keine Verbindung nach außen nötig
- Pflege der Werkzeug-Landkarte für 12 Monate
Einzelplatz und Konzernlizenz sind möglich, stehen aber nicht im Regal: Ein Einzelplatz für einen Prozess, der von mehreren Abteilungen lebt, wäre ein Widerspruch, und eine Konzernlizenz will besprochen werden. Fragen Sie danach.
Wofür Sie eigentlich zahlen
Nicht für den Prozess. Den bekommen Sie vollständig und kostenlos, samt allen Werkzeugen, und Sie können damit allein arbeiten, so lange Sie wollen.
Bezahlt werden zwei Dinge. Das erste ist der gemeinsame Raum: ein Dienst, der läuft, gepflegt und bezahlt werden muss, damit fünfzehn Menschen aus vier Abteilungen gleichzeitig an demselben Innovationsprozess arbeiten können, ohne sich gegenseitig die Arbeit zu überschreiben. Das zweite ist der Nachweis: die Gegenüberstellung von Ist und Business Case, mit der sich ein Jahr später belegen lässt, ob sich ein Vorhaben getragen hat.
Wer beides nicht braucht, weil er allein arbeitet und ohnehin weiß, wie seine Vorhaben ausgegangen sind, braucht diese Lizenz nicht. Das ist keine Koketterie: Der kostenlose Umfang ist bewusst so geschnitten, dass er allein trägt.
Was häufig gefragt wird
Wir haben schon ein Ideenmanagement-Tool.
Dann haben Sie den Anfang. Ideenmanagement sammelt und bewertet Ideen. Der Innovationsmotor setzt dort an, wo die meisten dieser Werkzeuge aufhören: bei der Frage, welchen Weg eine bewertete Idee nimmt, wer an welchem Punkt darüber entscheidet und was nach der Markteinführung daraus geworden ist. Beides schließt sich nicht aus.
Braucht jeder Teilnehmer eine eigene Lizenz?
Nein. Lizenziert ist der Raum, nicht die Person. Wer den Raum aufmacht, braucht den Schlüssel. Alle anderen treten mit Raumnummer und Beitrittscode bei, ohne eigene Lizenz und ohne Benutzerkonto. Die Zahl der Personen ist nicht begrenzt.
Wo liegen unsere Daten?
Solange Sie allein arbeiten: ausschließlich in Ihrem Browser, nichts verlässt Ihr Gerät. Sobald Sie einen gemeinsamen Raum aufmachen, liegen die Einträge dieses Raums auf dem Server, auf dem auch diese Seite liegt: gehostet bei der dogado GmbH in Dortmund, Server in Deutschland. Gespeichert werden die Einträge selbst, der frei gewählte Anzeigename und die Rolle. Es gibt keine Benutzerkonten und keine Passwörter. Was genau gespeichert wird und wie ein Raum gelöscht wird, steht in der Datenschutzerklärung.
Was passiert, wenn die Lizenz ausläuft?
Ein laufender Raum bleibt nutzbar. Sie werden nicht mitten im Mandat aus Ihrer eigenen Arbeit ausgesperrt, nur weil eine Verlängerung noch nicht durch ist. Ohne gültige Lizenz lässt sich kein neuer Raum mehr aufmachen, und das Innovationscontrolling schließt sich wieder. Der gesamte kostenlose Umfang steht unverändert weiter zur Verfügung, und Ihre Daten können Sie jederzeit als Datei sichern.
Läuft das auch in einem abgeschotteten Firmennetz?
Ja, als Einzeldatei. Sie bekommen eine einzelne HTML-Datei, die per Doppelklick startet, ohne Server und ohne Internetzugang, auch aus einem Netzlaufwerk heraus. Der Offline-Schlüssel wird dabei im Browser geprüft, es geht keine Verbindung nach außen. Was in dieser Fassung fehlt, ist der geteilte Raum: Der braucht einen Server. Zum Austausch dienen dort „Sichern“ und „Laden“.
Ist das eine Software oder eine Beratung?
Die Lizenz ist Software, und sie funktioniert ohne mich. Wenn Sie den Prozess einführen, moderieren und die ersten Suchfelder erarbeiten wollen, ist das eine Beratungsleistung und wird getrennt vereinbart. Die Software ist nicht der Vorwand für ein Mandat, und das Mandat ist keine Voraussetzung für die Software.
Woran merken wir, ob wir das brauchen?
Am ehrlichsten am Innovations-Reifegradcheck: 14 Aussagen, sieben Minuten, kostenlos und ohne Anmeldung. Wer dort auf Stufe 4 oder 5 landet, hat einen funktionierenden Prozess und braucht höchstens den gemeinsamen Raum. Wer auf Stufe 1 oder 2 landet, hat ein größeres Thema als ein Werkzeug.
Woher das Modell kommt
Der Innovationsmotor ist eine eigenständige Umsetzung und trägt einen eigenen Namen. Sein methodischer Unterbau ist es nicht: Er folgt dem Grazer Innovationsmodell von DI Dr. Hans Lercher, Studienrichtung Innovationsmanagement an der FH CAMPUS 02 in Graz. Das Modell wurde nach den Prinzipien der Design Science entwickelt, aus der Analyse von acht bestehenden Innovationsmodellen und jahrelanger Praxis mit Innovationsvorhaben in Unternehmen.
Von dort stammen die Flughöhe als Maß für den Innovationsspielraum, die Unterscheidung der Innovationsklassen, die risikoabgestuften Pfade und der Gedanke, den Kreis beim Controlling wieder zu schließen. Der zugehörige Leitfaden ist bei der FH CAMPUS 02 frei erhältlich; wer das Modell vor der Software verstehen will, liest ihn dort im Original.
Anbieter: Platvoet Performance Intelligence, Ralf Platvoet, Diplom-Ökonom. Preise netto zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer. Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer, ein Widerrufsrecht für Verbraucher besteht daher nicht. Es gelten die AGB (Lizenzbedingungen). Angaben zum Anbieter im Impressum, zur Verarbeitung personenbezogener Daten in der Datenschutzerklärung.